Von 1879 bis heute – Eine bewegte Geschichte

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1879

Jakob Künzle-Blatter eröffnet an der Postgasse Interlaken eine Buchdruckerei mit je einer handbetriebenen Schnellpresse und Tiegeldruckpresse.

1882

erfolgt der Umzug in das gegenüberliegende Gebäude des Hotels Oberland.

1893

wird der Betrieb mit einer benzinbetriebenen Schnellpresse erweitert. Im gleichen Jahr stirbt Vater Künzle. Otto Schlaefli, sein Stiefsohn, übernimmt den Betrieb.

1896

wird der Bauplatz an der Bahnhofstrasse 15 erworben und

1897

die Druckerei in den Neubau verlegt.

1898

Otto Schlaefli schreibt an die Gemeinden im Amtsbezirk und unterbreitet den Vorschlag, einen «Anzeiger für den Amtsbezirk Interlaken» herauszugeben. Der Vorschlag wird genehmigt, und fortan gibt die Kunstdruckerei Otto Schlaefli den Anzeiger heraus.

1901

Die Druckerei erlebt einen rasanten Aufschwung. Neue Maschinen werden beschafft.

1912

erfolgt die Betriebserweiterung mit einem grossen Anbau gegen die Aarmühlestrasse. Andere Druckereien interessierten sich für die Herausgabe des Anzeigers. Die Gemeinden erneuern den Vertrag mit Otto Schlaefli und vertreten ihre Interessen in einem Verband.

1913

Der Name des Anzeigers wir in «Anzeiger für das Amt Interlaken» abgeändert.

1914

In den Kriegsjahren muss der Betrieb reduziert und Personal entlassen werden.

1916

Die Hotellerie erholt sich langsam und bringt auch wieder Arbeit für die Druckerei.

1920

Neue Maschinen werden angeschafft, erstmals auch eine Setzmaschine.

1929

hat die Firma elf Maschinen in Betrieb. Otto Schlaefli wandelt seine Druckerei in eine Aktiengesellschaft um. Die übrigen Druckereien auf dem Bödeli machen geltend, dies widerspreche dem Vertrag mit den Gemeinden, und offerieren selber die Herausgabe des Anzeigers. Der Vertrag wird gekündigt, und die Druckereien Ammann, Balmer, Simmen und Wyss werden mit der Herausgabe des Anzeigers betraut. Otto Schlaefli wehrt sich, und es kommt zu einem Gerichtsverfahren.

1931

Otto Schlaefli kauft die Interlakner Filiale der Berner K.J. Wyss Erben AG, übernimmt damit das «Oberländische Volksblatt» und auch wieder den «Anzeiger für das Amt Interlaken».

1932

Otto Schlaefli ist wieder Herausgeber des Anzeigers. Die hängigen Gerichtsverfahren werden mit einem Vergleich beigelegt. Der Amtsanzeigerverein wird gegründet, ist jetzt Herausgeber des Anzeigers und beauftragt damit weiterhin die Otto Schlaefli AG. Nach den Kriegsjahren 1939 bis 1945 investiert die Otto Schlaefli AG stetig in neue Technologien.

1983

wird eine Rollenoffsetmaschine für den Druck des «Oberländischen Volksblattes», des «Anzeigers für das Amt Interlaken», und das «Kirchenblatt» beschafft.

1990/1991

Die Medienlandschaft in der Schweiz wird kräftig durchgeschüttelt. Die Verleger-Familien Reber in Interlaken und Maurer in Spiez suchen nach einer gemeinsamen Lösung. Die G. Maurer AG übernimmt die Schlaefli AG. Der Betrieb in Interlaken baut den Akzidenzdruck aus, im Betrieb Spiez werden nun der «Anzeiger für das Amt Interlaken», das «Oberländische Volksblatt» und der «Berner Oberländer» gedruckt.

2001

Die Medienlandschaft im Berner Oberland wird erneut umgebaut und der «Berner Oberländer» mit dem nun integrierten «Oberländischen Volksblatt» bilden zusammen mit dem «Thuner Tagblatt» die Berner Oberland Medien AG BOM. Die bestehende Zeitungsdruckmaschine kann mit der technologischen Entwicklung nicht mehr mithalten. Eine Neubeschaffung kann nicht rentabel erfolgen. Der Druckauftrag wird an die Druckerei der Berner Tagblatt Medien AG Bern (heute Druckzentrum Bern in Ostermundigen) vergeben.

2007

Die Schlaefli & Maurer AG gibt neu das Gästemagazin «Berner Oberland – DAS MAGAZIN» heraus, welches in der Hotellerie im ganzen Berner Oberland verteilt wird.

2008

Der Vertrag mit dem Amtsanzeigerverein wird um ein weiteres Dezennium verlängert. Der «Anzeiger für das Amt Interlaken» erscheint neu als «Anzeiger Interlaken».

2010

Die Platzverhältnisse werden für die expandierende Druckerei zu eng. Die Schweizerische Post reduziert ihr Serviceangebot für die Druckerei in Interlaken, die Schwerverkehrsabgabe wird zu einem Kostentreiber. Neue und grössere Räumlichkeiten können nahe der Autobahn in Uetendorf bei Thun bezogen werden.

2012

Der Verlag übernimmt das Verlagsrecht des Magazins «Oberland AKTUELL» von der vektor medien GmbH und wandelt dieses zu einem Kultur- und Freizeitjournal um.

2013

Mit «Oberland AKTUELL» wird ein Online-Eventkalender aufgebaut und betrieben.

2014

«Oberland AKTUELL» wird jetzt als Monatsbeilage zum «Anzeiger Interlaken» herausgegeben. Der «Anzeiger Interlaken» erscheint jetzt auch in einer Online-Ausgabe.
Der Verlag wird organisatorisch von der Druckerei abgetrennt und in der Aktiengesellschaft «Verlag Schlaefli & Maurer AG» mit Sitz in Unterseen geführt. Ende August läuft der Mietvertrag der Geschäftsliegenschaften Bahnhofstrasse/Aarmühlestrasse mit Familie Reber aus. Neue Geschäftsräumlichkeiten im renovierten Gebäude des ehemaligen Hotels Du Pont an der Spielmatte 18 in Unterseen werden am 1. September bezogen.

2015

«Oberland Aktuell» wird infolge schlechter Ertragslage eingestellt und erscheint ab Januar 2015 weder als Monatsbeilage noch als selbstständiges Kultur- und Freizeitjournal. Der Online-Eventkalender wird vollumfänglich in den «Anzeiger Interlaken» integriert.
Per 1. Februar 2015 muss der langjährige Mitarbeiter André Dähler, zuletzt Geschäftsführer der Verlag Schlaefli & Maurer AG, die Firma verlassen. Die Verlag Schlaefli & Maurer AG tritt die Verlagsrechte des «Berner Oberland – DAS MAGAZIN», welches im Jahr 2007 durch die Schlaefli & Maurer AG lanciert wurde, an André Dähler ab, der das Magazin ab diesem Datum in Eigenregie weiterführt.
Die Verlag Schlaefli & Maurer AG konzentriert sich unter dem neuen Geschäftsführer Michael Bühler fortan voll und ganz auf den «Anzeiger Interlaken» und den Ausbau der Rubrik «Was • Wann • Wo». Weiter wird der Copy-Shop am neuen Standort beworben, neue Angebote kommen im Verlauf des Jahres dazu.

2016

Der «Anzeiger Interlaken» erhält eine neue Rubrik: «Marktnews». In dieser Rubrik haben die Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, ihre Produkte oder Dienstleistungen in Form eines Berichtes der grossen Leserschaft des «Anzeiger Interlaken» zu präsentieren.
Der Donnerstag, 18. Februar 2016, geht als schwarzer Tag der Druckindustrie in die Geschichte ein. Über die Druckerei Schlaefli & Maurer AG wird der Konkurs verhängt. Mit diesem Konkurs findet eine lange Geschichte, welche im Jahr 1879 begann, ihr Ende.